Liebe Elikia-Unterstützerinnen!
Zuerst spreche ich denen unter euch, die jeden Monat treu einen fixen Betrag auf das Elikia Konto einzahlen, meinen allergrößten Dank aus. Mit einem bestimmten Betrag rechnen zu können, ist eine große Hilfe in der Unterstützungsarbeit.
Einen herzlichen Dank auch allen, die einmalig spenden. Jede Hilfe ist wichtig und kommt an.
Um folgende Themen geht’s in diesem Newsletter:
- Überblick über die Projekte
- Allgemeines
- Kalender 2027 von Rudi Prinz
- Projekte
Schule St. Helene
Unsere Hilfe ist schon seit Jahren unabdingbar für das Fortbestehen der Primar- und Sekundarschule im Bezirk Sangamamba außerhalb von Kinshasa. Der Direktor Denis Lelo legt zuverlässig die Belege über die Verwendung der Mittel vor, für die Bezahlung der Lehrer, für die Miete des Schulgeländes, für Lehrmaterial wie beispielsweise Nähmaschinen, oder auch für Renovierungen, oder für neue Sitzbänke.
Sozialarbeit von Madame Florence Ngunga im Stadtteil Masina Pasquale
Mme. Florence war längere Zeit ernsthaft krank, sie konnte deshalb leider die Creche – eine Art Kindergarten in ihrem Haus, wo sie Kinder aus armen Familien tagsüber betreute, während deren Eltern den Lebensunterhalt verdienen – nicht mehr weiterführen. Für einige der Waisenkinder, die bei ihr wohnten, musste sie aus demselben Grund Pflegeplätze finden. Für diese Kinder, die ich alle persönlich kenne, bezahlt Elikia das Schulgeld.
Mme. Florence hat sich gesundheitlich inzwischen erholt, sie ist erneut eine zuverlässige Anlaufstelle für Hilfsbedürftige in ihrem Wohnviertel. Dafür braucht sie weiterhin Unterstützung.
Bauersfrauen-Kooperative im Dorf Balimo auf dem Plateau von Bateque
Die Kooperative ist ein bedeutendes Projekt von Mme. Florence, das durch den Krieg sehr stark litt, der, von der Weltöffentlichkeit unbemerkt, seit 2022 in diesem Gebiet herrschte. Als ich 2023 das letzte Mal im Kongo war, konnte ich Balimo wegen des Krieges nicht besuchen. Zeitweise mussten die Bauernfamilien vor den Terrormilizen flüchten; ein geregelter Anbau war nicht möglich, Gräueltaten wurden begangen, Tiere getötet, Obstbäume gefällt, Werkzeug geraubt, Häuser zerstört.
Inzwischen sind die Familien zurückgekehrt und stehen vor großen Schwierigkeiten. Sie müssen die verwüsteten Felder für das Bestellen vorbereiten, Bäume pflanzen, mit viel Mühe wieder alles aufbauen. Ohne Hilfe können sie das nicht schaffen. Sie brauchen Werkzeug, Saatgut, Material für das Renovieren oder wieder Aufbauen der zerstörten Gebäude. Und sie möchten ihre Kinder wieder in die Schule schicken und langsam eine neue Normalität schaffen.
Mme. Florence hat die Kosten für die Aufbauarbeit aufgeschlüsselt, es sind knapp 10.000, – Dollar. Für das Bestellen der Felder, das jetzt, am Ende der Trockenzeit, erfolgen muss, haben wir eine erste Hilfe von 1.200, – Dollar gesandt.
Trotz aller Traurigkeit über die Zerstörung und das Leid, hat mich ein kurzes Video von Mme. Florence hoffnungsvoll gestimmt. Es zeigt sie mit den Frauen von Balimo, wie sie mit neuem Mut an die Arbeit gehen und gemeinsam aufräumen.

Sozialarbeit von Mme. Pauline Velo in Masi-Manimba in der östlichen Provinz Kvilu
Mme. Pauline und ihre Arbeit habe ich 2018 kennengelernt, und sie 2021 erneut besucht. 2023 war ein Besuch, wie auch in Balimo, wegen des Krieges nicht möglich.
Gemeinsam mit einem engagierten Team bereitet sie für mangelernährte Kinder zwei- bis dreimal wöchentlich ein nahrhaftes Mahl zu, sorgt dafür, das Mittellose medizinische Behandlung im örtlichen Krankenhaus erhalten, kümmert sich um Kinder ohne Zuhause, um verstoßene Alte, um Behinderte. Sie tut dies so gut sie kann, und soweit die Mittel, die ihr zur Verfügung stehen, dies ermöglichen.
Zum Teil kann Mme. Pauline ihre Sozialarbeit in dieser sehr armen, kleinstädtisch-ländlichen Region durch Gemüse- und Maniok-Anbau und mit Fischteichen auf einem Grundstück, das mit Hilfe von Elikia erworben und urbar gemacht wurde, finanzieren. Neben der Versorgung mit Nahrungsmitteln braucht es, besonders für die vielen bedürftigen Kinder, Mittel für Kleidung, Schulmaterialien, für Behandlung in Krankheitsfällen.
Im gründlichen Austausch habe ich den Eindruck gewonnen, dass schon 100 Dollar monatlich eine wirksame Hilfe für Mme. Paulines Arbeit bedeuten würden. Vielleicht möchten sich mehrere Personen zusammentun, um monatlich diesen Betrag aufzubringen?
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Allgemeines
Wenn es die Demokratische Republik Kongo in unsere Medien schafft, dann wegen der nicht zu stoppenden Ebola-Epidemie vor allem in den Flüchtlingslagern im Osten, und wegen der Kriege, welche Menschen in die Flucht treiben.
Auch wenn die Kriege und Ebola nicht alle Landesteile betreffen, haben sie, gemeinsam mit den Folgen des Ukraine Krieges (höhere Preise für Getreide) und des Iran-Krieges (Preisanstieg bei Treibstoff), einen wirtschaftlichen Niedergang und eine verstärkte Verarmung aller Menschen im Land zur Folge.
Ich hatte in diesem Frühsommer vor, in den Kongo zu reisen, hatte schon den Flug gebucht. Aber dann musste ich einsehen, dass in der gegenwärtigen Lage im Land eine Reise nicht wirksam gewesen wäre. Schulungen hätten sich kaum organisieren lassen, die Reisemöglichkeiten im Land waren weiterhin eingeschränkt.
Also konzentriere ich mich darauf, von hier aus so gut wie möglich Unterstützung für die tapferen Menschen vor Ort zu organisieren.
- Kalender 2027
Ich bin Rudi Prinz sehr dankbar, dass er erneut einen Kalender herausbringt, er wird an Elikia 50 Kalender 2027 schenken, der Stückpreis wird 18:00 Euro sein. Sobald der Kalender druckfrisch vorliegt, melde ich mich.
Ich ersuche Sie und euch, die Arbeit von Elikia weiterhin zu unterstützen. Sollte es Fragen geben, bitte jederzeit melden.
Herzlichen Dank!
Verein Elikiá – Hoffnung für den Kongo